Apple-Chef im Interview auf der D8-Konferenz
Auf der dreitägigen, jährlich stattfindenden D8-Konferenz in Kalifornien äußerte sich Apple-Chef Steve Jobs zu aktuellen Auseinandersetzungen mit Adobe über den Einsatz von Flash auf dem iPhone. Außerdem verriet er Details zum verschollenen iPhone-Prototypen und zur wahren Entstehungsgeschichte des iPhones. Interviewt wurde Jobs von Walt Mossberg und Kara Swisher vom Wall Street Journal.
Nach dem offenen Brief an Adobe, in dem Jobs erläutert, warum er zukünftig auf den Flash-Standard verzichten will, bekräftigte der Apple-Chef noch einmal seinen Standpunkt hinsichtlich der seiner Meinung nach veralteten Technologie aus dem Hause Adobe. Er wolle keinen Krieg anzetteln, sondern die Entscheidung gegen Flash und für HTML5 auf dem iPad sei einer technischen Natur: “Wir wollen uns auf Technologien konzentrieren, die auf dem Vormarsch sind. Wenn wir damit Erfolg haben, werden die Menschen unsere Produkte kaufen. Zur Zeit muss ich sagen, dass iPads gut ankommen. Wir verkaufen drei Stück pro Sekunde.”
Was das Verhältnis zu Google angeht, so seien die beiden Großunternehmen Konkurrenten, seit Google sich dazu entschlossen habe, ins Smartphone- und Betriebssystemgeschäft einzusteigen. “Google hat sich dafür entschieden, mit uns zu konkurrieren”, sagte Jobs und fügte hinzu: “Wir sind nicht ins Suchmaschinengeschäft eingestiegen.”
Außerdem verriet der Apple-Chef im Interview, dass vor der Entwicklung des iPhones zunächst ein Tablet-PC mit einem Multitouch-Display in Planung war, woraufhin Jobs den Einfall hatte, diese Technologie an einem Handy umzusetzen und die Arbeit am Tablet-PC vorerst auf später zu verschieben. So wurde das iPhone geboren.
Auf die Frage nach dem in einer Bar liegen gelassenen iPhone-Prototyp entgegnete Jobs, dass es sich um einen Diebstahl handeln könnte und dass die Ermittlungen dazu noch laufen. “Die Person, die den Prototyp gefunden hat, entschloss sich ihn zu verkaufen. Es hat sich herausgestellt, dass diese Person das Gerät an den Computer eines Mitbewohners angeschlossen hatte, woraufhin der Mitbewohner die Polizei angerufen hat”, so Jobs.
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